5. Fotomarathon München – ich war dabei :)

Fotomarathon, ICH? Ne, dachte ich lange, das kann ich nicht.  Jedenfalls nicht alleine. Und nachdem sich ein sehr lieber und guter Freund, der Norbert Häseler, angemeldet hatte, hab ich mich einfach ihm angeschlossen. Ich war recht nervös und wusste gar ned was auf uns zukommt. Beladen mit vielen vielen Utensilien, die in einen Shopper gepackt wurden ging es am Samstag morgen los. Gemeinsam fuhren wir zum Treffpunkt im Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz. Norbert musste noch zum Check in und erhielt allerlei Unterlagen, jedoch noch nicht die Themen. Diese gab es erst nach einer Ansprache des Veranstalters 🙂

Das Thema diesmal war FÜNF! Dieses Thema hört sich erstmal nicht schwer an, aber es gab ja nicht nur das Oberthema, das es galt den ganzen Tag in die Bilder einzubauen.Nein, es gab ja auch noch isgesamt 12 Unterthemen. Diese wurden in zwei Blöcken ausgegeben, einer am Morgen und einer um 15 Uhr. Wir waren im grossen und ganzen entspannt, da wir vom Gedanken „dabei sein ist alles“ begleitet wurden. Das Ziel war die Bilder am Abend vollständig abgeben zu können und Spaß zu haben 🙂
Die Unterthemen vom ersten Block lauteten:

1. Fünf (inkl. Abbildung Startnummer)
2. Fünfe gerade sein lassen
3. A little bit of… Mambo No. 5
4. Eine Handvoll
5. Fünf-Prozent-Hürde
6. Nr. 5 lebt!

Auf den ersten Blick hörte es sich nicht so wild an, die ersten Ideen schwirrten schnell durch unsere Köpfe. Allerdings haben wir einige Dinge unterschätzt:

-wie schwer dann doch so ein Shopper werden kann, auch wenn man ihn nur ziehen muss…
-das manche Ideen nicht umzusetzen sind in der Kürze der Zeit…
-das alles was man an Requisiten von daheim mitbringt bestimmt nicht das Richtige ist…

Nachdem wir einige Ideen zu den Themen hatten machten wir uns auf den Weg zum Viktualienmarkt, dort wollten wir 5 Sachen wie z.B. Weisswurst oder ähnliches erstehen. Es wurden dann 5 Zierkürbisse, da diese einfach perfekt zur Jahreszeit passen 🙂 Die Startnummer musste auch noch mit ins Bild und Norbert machte fürs Bild die ersten Turnübungen des Tages, er lag brettelbreit am Gehweg 🙂

Fünf (inkl. Abbildung Startnummer)

1/12 Fotomarathon

Als nächstes sollten wir fünfe gerade sein lassen. Wir schlenderten zum Marienhof, nachdem wir Würfel gesorgt hatten. Diese sollten, in einer Reihe stehend, die gerade fünf darstellen. Dazu brauchten wir eine gerade Fläche- erstmal versuchten wir die grosse Holzfläche, jedoch gefiel uns das Ergebnis nicht so gut. Dann fiel unserAugenmerk auf die Bänke. Oben auf der Rückenlehne hielten die Würfel nactürlich nicht, also musste die Sitzfläche herhalten. Gleichzeitig sollten jedoch die Türme des Doms im Hintergrund zu sehen sein. Puhhh… Ich legte mich unter die Bank und suchte den optimalen Blickwinkel, kein leichtes Unterfangen. Im Nachhinein hab ich gesehen das die Linie der Sitzfläche leider nicht ganz gerade ist, aber auf dem kleinen Kameradisplay hab ich es nicht gesehen…

Fünfe gerade sein lassen

2/12 Fotomarathon

Mittlerweile zeigte die Uhr schon halb 2, uns lief die Zeit zusehends davon. Vor uns lagen noch 4 Themen , wovon uns der Mambo No. 5 schwer im Magen lag. Die Ideen dazu waren spärlich oder einfach nicht umzusetzen. Unser Weg führte uns dann zu Hieber Lindberg, wo wir erstmal eine gefühlte Ewigkeit warteten, bis eine Verkäuferin Zeit für uns hatte. Vielen Dank das sie uns so unkompliziert geholfen haben. Die Dame drapierte uns eine Trompete auf ein Tuch und wir drapierten einen Würfel ins Innere.

A little bit of…Mambo No. 5

3/12 Fotomarathon

Die Ideen für die nächsten drei Bilder waren schon in unseren Köpfen, aber die Zeit schien uns davonzulaufen. Das Trompetenbild entstand um 14:22 Uhr und wir mussten um 15 Uhr am Sendlinger Tor sein um die nächsten Themen in Empfang zu nehmen. Jetzt mussten wir also schnell sein… Norbert besorgte beim Kaufhof ein paar kleine Brummkreisel, und ich bemühte mich eine Zeitlang vergebens um die Hand einer Passantin-was mir aber dann doch gelang. Zum Glück stand eine Litfaßsäule mit einem schwarzen Plakat gerade da wo wir waren und unser viertes Bild war im Kasten.

Eine Handvoll…

4/12 Fotomarathon

Norbert war mit den Kreiseln zurück und wir suchten uns eine Hinterhof neben einem Café um die letzten beiden Bilder zu kreiren. Als wir mitten im Schönsten fotografieren waren, trat ein junger Mann an uns heran mit dem Hinweis das wir die Gäste stören würden?? Es regnete inzwischen, weit und breit kein Gast zu sehen?? Er meinte, wir hätten fragen sollen, was uns in der Eile leider gar nicht eingefallen ist. Wir baten um die Erlaubnis noch dieses Bild fertig machen zu dürfen und suchten uns dann einen neuen Platz für das letzte Bild des ersten Themenblocks…

Die 5% Hürde

Die Uhr tickte, es war mittlerweile 15:00 Uhr und wir mussten noch ein Bild machen und dann zum Sendlinger Tor flitzen… Ich sah uns schon zu spät kommen und mir persönlich ging da auch echt die Puste aus. Aber nicht verzagen, Bilder machen! Also eine Plätzchen für die Kreisel gesucht und in Form einer hübschen Holzbank gefunden. Kreisel drapiert und natürlich wurden die ersten paar Bilder nix und ich hab uns schon scheitern sehen, aaaaaaber dann wurde es doch noch was. Bild also gemacht, ich hab dann Norbert die Karte in die Hand gedrückt und ihn zu einem Sprint zum Sendlinger Tor angetrieben. Ich zog und schleppte sämtliches Zeugs dorthin. Wir mussten dann feststellen dass die Hetzerei insoweit umsonst war, weil man die Bilder erst am Abend abgeben musste…

Nr. 5 lebt!

6/12 Fotomarathon

Leicht erschöpft setzten wir uns mit dem Flyer auf dem die nächsten Themen standen kurz hin und tranken etwas und versuchten uns die nächsten Bilder schon mal vorzustellen… allerdings wurde es nicht einfacher, sondern, wie ich finde, schwerer. Hier die Themen

7. Das fünfte Rad am Wagen
8. Give me five
9. Olympia
10. Fünf Freunde
11. Die berühmten/verrückten 5 Minuten
12. Fünf vor Zwölf

Es ging uns wie zuvor, zu einigen Themen hatten wir gleich Ideen aber z.B. die Nr.11 bereitete uns grosses Kopfzerbrechen. Für die 8 hatte Norbert gleich mal die nette Standlfrau angesprochen, die auch sofort mit von der Partie war. Aber zuerst galt es das fünfte Rad am Wagen zu finden. Hin und her haben wir überlegt, von Autorädern über Obst bis zu Sonnen- und Regenschirmen… Puh.. Wir beschlossen einfach mal loszuziehen und uns inspirieren zu lassen. Unser Weg führte uns die Sendlinger Staße Richtung Marienplatz und da kamen wir auch am Kare vorbei wo ich ein Objekt entdeckte das gut ins Konzept passte. Norbert durfte wieder die Erlaubnis einholen und dann „bastelten“ wir uns das siebte Bild auf der Speicherkarte

Das fünfte Rad am Wagen

7/12 Fotomarathon

Wir also mit Sack und Pack wieder zurück zum Marktstandl direkt am U-Bahn Aufgang am Sendlinger Tor. Dort war auch grad kein Kunde so dass wir recht hurtig unsere Nr. 8 im Kasten hatten und uns dem Thema Olympia zuwenden konnten…

Give me five

8/12 Fotomarathon

Unsere Überlegung war das sicher einige zum Olympiapark fahren würden, weswegen wir das ganz bewusst für uns ausschlossen. Wir wollten die olympischen Ringe in Szene setzen und hatten von einem Freund Norbert´s die Zusage das wir in der Silbergalerie fotografieren dürfen. Dort angekommen versuchten wir mit Serviettenringen die Ringe darzustellen, aber leider war das Ergebnis nicht gut. Auch die Idee farblich passende Schüsseln mit schönem Silberrand zu verwenden gefiel uns nicht, da sich das ineinander verschlungene der Ringe nicht darstellen ließ. Nun war guter Rat teuer… zum Glück hatte Markus von der Silbergalerie noch die Idee das man doch Anhänger verwenden könne, die einige der olympischen Disziplinen symbolisieren.  Gesagt getan und heraus kam folgendes:

Olympia

9/12 Fotomarathon

Auf dem Weg in die Galerie hatten wir schon das Motiv zum nächsten Bild entdeckt, wohin wir nun wieder zurückkehrten.

Fünf Freunde

10/12 Fotomarathon

Die Uhr tickte unerbittlich weiter, wir liefen zum Viktualienmarkt in der Hoffnung auf Inspiration die sich aber nicht so recht einstellen wollte. Tick, tick, tick…. um 19 Uhr mussten wir unsere Speicherkarte im Löwenbräukeller abgegeben haben. Wir entwickelten Ideen und verwarfen sie postwendend wieder… keine zündende Idee… zum Glück meldete sich eine Freundin, deren Mann uns dann auf den richtigen Weg brachte. Wir also ab zum Rewe im Tal, entsprechende Utensilien besorgt. Dann festgestellt, verflixt wir brauchen noch nen Löffel. Also beim Müller eingekehrt, Löffel gekauft, wieder raus… Ich habe mich dann kurz mit Norbert besprochen, weil ich im Laden die Idee für das Abschlussbild hatte. Also wieder rein in den Laden… Dann gab es ein Utensil nicht so wie ich es wollte, weswegen ich auf ein „verkitschtes“ Utensil zurückgreifen musste. Da war es dann ungefähr 18:15 Uhr. Jetzt galt es noch einen entsprechenden Hintergrund zu suchen. Diesen fanden wir für Bild elf im Tal auf einem Holztisch 🙂

Die berühmten/verrückten 5 Minuten

11/12 Fotomarathon

Den selben Hintergrund wollten wir für das letzte Bild nicht haben, deswegen sind wir zum Rischart am Viktualienmarkt, Norbert übernahm wieder den Part des „um Erlaubnis Fragers“… Dann husch husch, die Figürchen auf den Tisch gepackt, leider konnte ich den Alten Peter nicht mit einfangen in der Spiegelung, was ich echt schade fand, dann wäre am Anfang und am Ende der gleiche Turm im Bild gewesen. Aber angesichts der Tatsache das es inzwischen 18:30Uhr war, gab es keine Alternative. Hier also mit Trommelwirbel unser letztes Bild des Fotomarathon 2016

Fünf vor zwölf

12/12 Fotomarathon

Nun hieß es nur noch in Windeseile zum Stiglmaierplatz zu kommen. Da mussten wir dann nochmal nen Sprint einlegen um die Tram zu erreichen… Aber auch das gelang uns so kamen wir um kurz vor sieben wieder am Löwenbräukeller an. Dort noch schnell die Karte abgegeben, wobei der Kartenleser diese im ersten Moment nicht erkannt hat… da rutschte mir das Herz nochmal in die Hose. Aber im zweiten Anlauf klappte dann alles zum Glück. Wir beschlossen noch was zu trinken und dann hat uns mein Loisl netterweise abgeholt. Wir waren sooo froh das wir nicht mehr gross rumlaufen mussten… Danke nochmal an dich mein Schatz!!


Was bleibt:
Die Erkenntnis das man deutlich weniger Equipment braucht als man denkt
Dass es zu zweit viel Spaß macht, aber trotzdem sehr anstrengend ist
Dass die Organisation der Veranstaltung einen richtig guten Job gemacht hat
Man am Anfang nicht zu sehr trödeln sollte
Einen Tag mit einem guten Freund verbracht
Das ich 2017 wieder gerne mit dir losziehe, lieber Norbert

 

Ob wir es unter die ersten 50 geschafft haben? Diese Frage wird am 11.12. beantwortet werden und ich werde euch berichten

 

This entry was posted in 2016.

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